Mittwoch, 24. September 2008

Cascada "Misol-Ha"

Und noch ein Wasserfall! Leider war es nur ein Wasserfall, dafür aber wirklich ein sehr großer! Man konnte sogar hinter den Wasserfall gehen und von hinten durchschauen. Also, es gab die Möglichkeit, aber ich glaube nicht dass man etwas hätte sehen können. Ich stand etwa 200m weit weg von dem Wasserfall; es war super windig und ich war da schon ziemlich nass. Die Leute die mir entgegen kamen, waren klitschnass aber total begeistert. Hm, naja, da ich sowieso kein Foto hätte machen können, wollte ich mich dann aber doch nicht hinter oder eher unter diese Wassermengen stellen ;o)













...such die (nicht mehr ganz so weiße) Maus auf dem Bild...

Cascadas "Agua Azul"

Naja, das Wasser war nun nicht gerade blau, ich würde eher sagen, so wie Capuccino, aber da kann die Natur ja auch nichts dafür. Schließlich hat es in den Tagen zuvor so viel geregnet, dass der Fluß etwas breiter war, als es normalerweise ist und so natürlich auch viel mehr Schlamm im Wasser war. Einige Aussichtspunkte und Brücken konnte man auch nicht betreten oder überqueren, weil sie ünberschwemmt waren. Aber es sah wirklich toll aus, wie sich der Fluß auf den vielen verschiedenen Ebenen durch den Dschungel entlangschlängelte und von den Felsen plätscherte. So gab es viele kleinere und größere Wasserfälle.
Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass es hier gefährlich wäre zu schwimmen und man dies lieber nicht tun sollte, gut dass es Schilder gab, die mich darauf hingewiesen haben...
Nicht lachen, dass ich so gefetzt aussehe, =) es war wirklich windig und ziemlich nass, da die Wasserfälle teilweise echt groß waren und das Wasser nur so spritze!
Lustig war, dass wir auf dem Weg zu diesen Wasserfällen, für eine Strecke von knapp 1 km, eine Straßengebühr zahlen mußten...*kopfschüttel* Rechts an der Strasse saßen Männer und links an der Strasse saßen die Frauen. Zwischendrin hüpften die Kiddies umher und plötzlich spannte sich ein Seil über die Strasse. Sofort waren links am Fenster Kinder und Frauen am Auto um Früchte, Süßigkeiten oder Getränke zu verkaufen. Naja, sie saßen schon fast im Auto und auf der rechten seite stand dann ein ganz wichtiger Herr, der die Gebühr kassierte... für diese kurze Strecke.
Auf der gesamten Reise gibt es immer wieder kleine und große Huckel zur Verkehrsberuhigung, die sich "Topes" nennen. An sich sind die Dinger ja auch ganz gut, damit man nicht in einen Ort hinein rast. Aber es ist nicht sonderlich hilfreich, wenn die plötzlich auf der Strecke ienfach so auftauchen und noch nicht einmal durch ein Schild gekennzeichnet sind... diese "pinches topes!"
Aber die Beschilderung ist außerhalb der Touristengegenden auch nicht sooo hilfreich. (das ist ähnlich wie auf Mallorca Chrissie *g*) Da gibt es dann ein Schild, auf dem der Ort und die Richtung steht und dann gibts einfach mal wieder gar keins und auf einmal ist man falsch, obwohl man nirgendwo anders hätte langfahren können...auf jeden Fall ganz lustig. So konnte ich dann auch mal kleinere Dörfe sehen =)




















Dienstag, 23. September 2008

Chiapa de Corso

Am nächsten Tag ging es weiter von San Cristóbal nach Chiapas de Corso in den 'Dschungelzoo'. Leider war die Uhrzeit etwas ungünstig, so dass gerade nicht allzu viele Tiere in den großen Gehegen waren. Einige jedoch haben sich gezeigt. Mit Vorliebe wollten sich die Spinnen fotografieren lassen... Die sind ja schon ekelig, aber ich muß sagen, die Farben und die Musterungen sind toll! Dieses gelbe DingsBums, was ihr da seht, ist auch eine Spinne. Leider habe ich ihren Namen vergessen dafür habe ich aber Ihr Versteck fotografiert =) Neben Spinnen habe ich Krokodile, Schildkröten, Skorpione, Riesenkakerlaken, Fische (apropos, Mami & Papsi, unter anderem habe ich auch einen großen Bruder von unserem Johanni gesehen), dann gab es noch Falken, Papageien, Tukane, Uhus, Hirsche, Tapire einen Panther und einen Jaguar. Der Jaguar war wunderschön, aber auch etwas müde, er schlummerte die ganze Zeit vor sich hin. Wobei der Panther, pobrecito, schon völlig neurotisch war. Nicht nur das er vor Langerweile und Frust überfressen war, so war sein Blick und seine Augen ganz traurig :o( Aber ich glaube er hat sich sehr gefreut, dass ihn jemand besucht hat und er Aufmerksamkeit bekam. Er war auch super neugierig und nachher wirkte er ganz und gar nicht mehr gefährlich sondern eher tolpatschig und putze sich plötzlich ganz niedlich. Er sah aus wie der große dicke Bruder von Lou-Lou! Neben den Tieren, gab es so viele wunderschöne Pflanzen, Blumen, Blüten und Bäume die mich fasziniert haben. Auch wenn ich Euch die Atmosphäre und die tolle Stimmung mit den einzelnen Bildern nicht übermitteln kann, habt Ihr so zumindest eine kleine Idee davon und kann mit euch teilen was ich gesehen habe.












































































































Montag, 22. September 2008

San Cristóbal de las Casas (Chiapas)

Am nächsten Tag wurde dann die Stadt bei 20-22°C erkundet und ich habe richtig gefroren, ohne Mist! Der Ort ist wirklich wunderschön. Es gibt viele kleine Gassen und enge Strassen mit niedlichen Häuschen in bunten Farben. Die Häuser sehen von außen aus, wie ganz normale Wohnhäuser, doch hinter den Haustüren steckt meist ein Geschäft. So steht sozusagen die Haustür auf und in dem Haus, ist ein Friseur, ein kleiner Kiosk, ein Restaurant, ein Bäcker, ein Schuhgeschäft, ein Kleidergeschäft, eine Buchhandlung oder ein Hotel. Die Restaurants sind mit ganz viel Liebe eingerichtet und sehr individuell dekoriert. Durch die Einflüsse aus der Kolonialzeit wirkt es oft, als säße man bei Ur-Oma und Ur-Opa im alten Wohnzimmer oder im Innenhof, mit vielen gepflegten Antiquitäten. Weltberühmt ist die Stadt für ihre Kolonialarchitektur und es ist wirklich alles sehr, sehr süß!
San Cristóbal bekam die Ergänzung ’de las Casas’ durch dem berühmten Bartolomé de las Casas, der zur Zeit der spanischen Eroberung Mexikos für die Rechte der Indigenas (also der Ureinwohner Mexikos) kämpfte. Das Bergland um San Cristóbal ist hauptsächlich von Mayas bewohnt und die indigenen Traditionen und Lebensweisen werden hier sehr bewahrt und gepflegt. So habe ich nun das erste Mal wirkliche mexikanische Kulturen und Traditionen kennenlernen können und ich bin begeistert. In der Stadt selbst gibt es mehrere Kirchen und kleine Märkte und ebenfalls ein Haus eines amerikanischen Ehepaars, das heute ein Museum ist. Es heißt „Na-Bolom“, und bedeutet ’das Haus des Jaguars’. Das Ehepaar zog nach San Cristóbal um sich dort, sehr erfolgreich, für die Rechte und das Leben der Indigenas einzusetzen.
Von San Cristóbal de las Casas, ging es dann in ein kleines Dorf namens San Juan Chamula, das besonders bekannt für seine Kirche und die dort gelebte Religion ist. Besucher der Stadt dürfen ohne weiteres in die Kirche gehen und den Dorfbewohnern bei Ihren Gebetsritualen zu sehen (jedoch darf man natürlich keine Fotos machen). Also versuche ich es mal zu beschreiben. Es ist ein einziger großer Raum, an dessen Wänden sich ca. 30 Glaskästen mit großen Puppen drinnen befinden und auf denen jeweils die Namen der einzelnen „Heiligen“ stehen. Es gibt wohl verschiedene Heilige zu denen die Bewohner beten. Zu Beginn gibt es acht Puppen, die die Wächter dieser Heiligen darstellen und sie beschützen sollen. Die Heiligen halten Spiegel in ihren Händen, um jedem der hineinblickt zu zeigen, dass er ein Sohn dieses Heiligen ist. Der Boden dieser Kirche ist mit Tannennadeln ausgelegt. Wenn nun gebetet wird, werden diese Nadeln zur Seite gefegt und viele kleine dünne Kerzen in verschiedenen Anordnungen aufgestellt. Leider habe ich nicht herausfinden können, ob es von Bedeutung ist wie und wie viele Kerzen verwendet werden. Dann wird ein Huhn geopfert (ihm wird der Hals umgedreht) und mit diesem Huhn werden Familienmitglieder abgerieben um Krankheiten oder Sünden aufzunehmen. Das Huhn wird gerupft und die Federn 3 Tage im Haus aufgehoben. Jedoch weiß ich nicht was danach mit dem Huhn selbst geschieht. Anschließend wird wie in Trance gebetet und kurz vor dem Abbrennen der Kerzen ’heiliges’ Wasser (eine Mischung aus Wasser und Alkohol) über die Kerzen geträufelt und selbst ein Schluck getrunken. Selbst in der Kirche dieses armen Dorfes, wird während des Gebets Cola getrunken.
Am Abend konnte man richtig schön ausgehen. Nach leckerem Essen in einem der unzählig vielen süßen mexikanischen Restaurants, kann man in einer kleinen italienischen Bar noch einen leckerer Wein trinken und dann in einer der niedlichen Bars mit Live-Bands zu Salsa, Merengue & Co tanzen... zumindest versuchen =)