Dienstag, 11. November 2008

Mérida

Von Chichen Itza aus, gings am späten Nachmittag weiter nach Mérida auf der "Golf von Mexiko Seite" Yucatáns. Nachdem wir das Zentrum dieser sehr großen Stadt, auf Grund des Einbahnstrassensystems, circa eindutzend Mal abgefahren sind - so dass jeder von uns ohne Weiteres dort hätte Taxifahrer werden können - hatten wir eine schöne Bleibe in einem alt-kolonianischen Gebäude gefunden. Am Abend haben wir uns auf die Suche nach einer kleinen gemütlichen Bar gemacht um noch ein oder zwei Bierchen zu trinken. Als wir Richtung Marktplatz kamen, bot sich uns ein toller Anblick von kleinen Cafés, vor denen fröhlich zu verschiedenen cubanischen Livebands getanzt wurde. In einer dieser Bar wurde uns spektakulär vorgeführt wie ein Irish Coffee am Tisch 'flambiert' und zubereitet wird - wirklich aufregend!
Am nächsten Morgen ging es dann zu Fuß die Stadt erkunden. Es gab einiges zu sehen und viele kleine niedliche Geschäfte, mit vielen selbstgemachten Dingen. So konnte Chrissie beispielsweise nicht darauf verzichten solch süße handgefertigte Fingerpuppen zu kaufen. Die sind aber auch wirklich klasse! Wolle mußte dann beim Mittagessen im Restaurant zu jedem Tier das passende Geräusch machen - hihi, sehr amüsant! Aber um ganz ehrlich zu sein, bis auf wenige Häuser, finde ich das Zentrum der Stadt nicht ganz so schön. (ui, jetzt habe ich mir sicher ein paar Feinde gemacht, entschuldigung). Ich hatte es mir etwas ruhiger und entspannter vorgstellt, jedoch gab es ganz schön viel Verkehr und die Einheimischen flitzten die ganze Zeit durch die Gegend. Es ist ja schliesslich auch eine Millionenstadt. Außerdem bin ich noch etwas verwöhnt von San Cristóbal de las Casas. Dafür hat mich eine Strasse in Mérida ganz besonders beeindruckt, sie hat wunderschöne Häuser, kleinere und größere Villen und Häuschen, die sehr an Cuba, besonders Havanna, erinnern. Dort hätte ich ohne zu zögern eines der Häuser mitgenommen =)










































































































































































































Chichen Itza (...Chiiicken Piiizza...)

"...sehen Sie da, Kopft von die fedde Schlangge und Klaape, sehen Sie?" Hihi, über diesen Satz unseres Guides haben Chrissie, Wolle, Lalo, Dani und ich mehrfach geschmunzelt, als er uns durch die Ruinen führte und versuchte viele historische Details der Stadt in gebrochenem Deutsch mit uns zu teilen. Chrissie hatte ihn am Eingang entdeckt und da uns nahegelegt wurde, uns von einem Guide durch die Ruinen führen zu lassen um wirklich etwas zu erfahren, hatte sie ihn von der Stelle weg engagiert. Nachdem Dani den Preis, in fast perfektem Spanisch, heruntergehandelt hatte, ging es auch gleich los. Wolle fragte jedoch nach ca. 10 Minuten etwas besorgt, ob wir ihm sagen sollten, dass er auch Englisch mit uns sprechen könne, da es so für ihn und vor allem für uns sicher einfacher wäre...*lach* Als wir jedoch nach kurzer Zeit hinter die meisten seiner Vokablen kamen, war es dann sehr amüsant und wirklich niedlich. So bedeutete beispielsweise 'fedde Schlangge' = Federschlange und damit bezog er sich auf die Klapperschlange. Mit 'Klaape' meinte er das Maul der fedden Schlangge und schon konnten wir einiges über die Vergangenheit dieser Stadt erfahren =)
Wolle hat wagemutig in eine frisch gepflückte Chilifrucht gebissen und ist gar nicht so rot geworden wie erwartet - hihi. Die Frucht ist ganz klein, rund und sieht sehr knackig aus. Dann haben wir noch die Frucht eines Gummibaums pflücken und das innere Gummizeugs ganz nah betrachten können. Am Ende unseres Besuchs konnten wir den Mitarbeiten noch beim Anbringen der riesigen Buchstaben am Eingang helfen, bevor wir kleinere Schwierigkeiten hatten, unseren Wagen zu finden ;)